14.06.2019 München
von Tom Wimmer

Photonen-Torpedos explodieren und Phaser blitzen. Schilde kollabieren und Warp-Kerne brechen - und trotzdem wünschen wir: Lebe lang und in Frieden! Mit Kirk, Spock, Uhura und Scotty! Oder mit Picard, Worf, Data und Riker. In jedem Fall mit der Enterprise. Unser Ranking der "Star Trek"-Kinofilme. Qapla’!

Kirk oder Picard - Wer ist dein Captain?

Kirk - niemand schlägt das Original! 47%


In vier Filmen ist die Besatzung der "Star Trek - The Next Generation" -TV-Serie (TNG) zu sehen mit Captain Picard (Patrick Stewart), Commander Riker (Jonathan Frakes), Data (Brent Spiner), Geordi (LeVar Burton), Dr. Krusher (Gates McFadden), Troi (Marina Sirtis) und Worf (Michael Dorn).

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Auch die Crew der neuen "alten" Enterprise machte sich bereits dreimal in der sogenannten Kelvin-Zeitlinie auf zu Galaxien, die nie zuvor ein Mensch gesehen hat. Regisseur J.J. Abrams nutzt hier eine Zeitreise aus der fernen Zukunft, um die Vergangenheit im 23. Jahrhundert zu verändern und eine neue Zeitlinie zu erschaffen. So trifft die bekannte NC-1701 Enterprise auf völlig neue, oder zumindest deutlich veränderte Abenteuer.  An Bord die jungen Kirk, Spock, Pille und Co., gespielt von Stars wie Chris Pine, Zachary Quinto, Zoe Saldana, Simon Pegg und Karl Urban





Wir fassen uns ein klingonisches Kriegerherz und ordnen die Filme vom Besten zum Schlechtesten: 

 

>> Echte Knüller: Die Topfilme in "Star Trek"

  • 01: Star Trek VI: Das unentdeckte Land 
    Wir vergeben zwei erste Plätze, wir können nicht anders! „Das unentdeckte Land“ hat einen großartigen Plot, ein furioses Finale mit der besten Raumschlacht der "Star Trek"-Filme, nahezu alle Figuren sind handlungsrelevant und die Auswirkungen für den "Star Trek"-Kosmos durch das Khitomer-Abkommen sind global.

    Dazu hat Michael Dorn seinen ersten Star-Trek-Auftritt – er ist Kirks Verteidiger. David Bowies Ehefrau Iman ist skurril, „Sex and the City“-Star Kim Cattrall als Valeris und Christopher Plummer als General Chang sind dagegen kolossal. „Cry havoc and let slip the dogs of war!“ Shakespeare klang nie besser als aus dem Mund eines Klingonen!

 
  • 02: Star Trek II: Der Zorn des Khans
    Für viele der beste „Star Trek“-Film und auch für uns absolut gleichwertig wie „Das unentdeckte Land“. Ricardo Montalban liefert eine sensationelle Vorstellung als „KHHHHAAAAAAAAANNNNN“. Das Duell zwischen ihm und Kirk, die Kompromisslosigkeit, mit der sich beide in immer neue Eskalationsstufen treiben, ist das dynamische Zentrum eines technisch (für seine Zeit) brillanten Sci-Fi-Films.

    Kirks Familienhintergrund, die grandiose Opfer-Szene im Finale, dieser Film traut sich inhaltlich einiges. Hinzu kommt, dass nach dem arg futuristischen ersten Film Regisseur Nicholas Meyer eine deutlich realistischere, fast militärische Optik etablierte, die alle nachfolgenden Filme und Serien maßgeblich prägen sollte.

 
  • 03: Star Trek: Der erste Kontakt
    Die Borg und der erste Warp-Flug in einem Film – eine sensationelle Story-Idee! James Cromwell als versoffener Zafrem Cochrane, die gesamte abgerockte Post-Apokalypse-Kulisse des 21. Jahrhunderts im Kontrast mit den sterilen Sternenflottenoffizieren aus dem 24. Jahrhundert, das ist wunderbar gegen den Strich gebürstet. Dazu legt Jean-Luc Picard jede Zurückhaltung ab und verwandelt sich in einen tobsüchtigen Racheengel, während Data eine Romanze erlebt, wow!
 

 
  • 04: Star Trek
    J.J. Abrams dreht das Rad zurück zu den Akademie-Tagen von Kirk und Spock – mittels neu eingezogener Kelvin-Zeitlinie. Hätte kolossal schief gehen können, tat es aber nicht, weil Abrams den "Star Trek"-Spirit und die Fans versteht und Zachary Quinto als Spock und Chris Pine als Kirk ein grandioses Duo sind. Aber auch weil Eric Bana in der Tradition, wonach ein "Star Trek"-Film nur so gut ist wie sein Bösewicht, einen formidablen Gegenspieler abgibt.
 

 
  • 05: Star Trek IV: Zurück in die Gegenwart
    Ein Haufen fahnenflüchtiger Sternenflotten-Offiziere reist mit einem klingonischen Schrottkübel in die 80er Jahre, um zwei Wale zu retten und damit die Vernichtung der Erde im 23. Jahrhundert zu verhindern! Das muss man sich erst mal trauen. Leonard Nimoy tat das im Regiestuhl und lieferte den ohne Zweifel lustigsten Film der Reihe ab.
 

 

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  • 07: Star Trek Into Darkness
    Sehr viel hatte man von „Sherlock“-Star Benedict Cumberbatch als Khan Noonien Singh erwartet. Vielleicht zu viel. Zumal „Lost“-Autor Damon Lindelof wie immer das Rad neu erfinden wollte, und es dabei wie meist überdrehte. Die eingeflochtene „Section 31“-Story macht den Plot im Grunde nur verworrener, so gut „RobocopPeter Weller den machthungrigen, Intrigen spinnenden Admiral auch spielt. Dennoch: Großartige Action, irre Effekte – und der filmische Abschied von Leonard Nimoy!


 
  • 08: Star Trek Beyond
    Das dritte Abenteuer der Kelvin-Zeitlinie ist eine wilde Mischung aus atemlos rasantem Action-Kino und einer ganzen Photonentorpedo-Salve an Insider-Witzen. Kein Wunder, Regisseur Justin Lin inszenierte vorher vier „Fast & Furious“-Filme. Idris Elba als Schurke Krall und Sofia Boutella als Kriegerin Jaylah ergänzen die Stammbesetzung hervorragend, wenn man sie denn unter ihren Masken und zwischen all den Explosionen erkennt!


 
  • 09: Star Trek: Treffen der Generationen
    Kirk trifft Picard – das wäre eventuell der treffendere Titel. Denn die Staffelübergabe der TOS- an die TNG-Crew konzentriert sich inhaltlich überwiegend auf die beiden Captains. „Clockwork Orange“-Legende Malcolm McDowell will endlich in eine Art paradisisches Sternennirvana und zögert nicht, dafür ganze Planetensysteme auszulöschen. Kirk und Picard haben was dagegen. Das ist es eigentlich schon auch.

    Nicht ganz: Die Duras-Schwester, Lursa und B’etor, wollen sich für ihre Niederlage im klingonischen Bürgerkrieg rächen und bringen zumindest die Enterprise D zur Strecke. Die Galaxy-Klasse, sie ruhe in Frieden.



 

>> Für Trekker und die es werden wollen!

  • 10: Star Trek: Der Aufstand
    Langsam wird es eher long, als prosper, das mit dem Anschauen. Immerhin: Data als troubadierender Shuttelpilot und Worf in der Spätpubertät, das macht Laune. F. Murray Abraham durchlebt ein Facelifiting, bei dem auch Frauke Ludowig und Ute Ohoven die Ohren angelegt hätten. Am interessantesten aber ist das Design der neuen Enterprise E. Und das sagt leider alles über das, was im Rest des Filmes so passieren mag.

 
  • 11: Star Trek: Der Film
    Zu der Zeit der teuerste Film der Geschichte. Ein gefühlt mehrere Minuten langes, nachgerade zärtliches Gleiten über die Hülle der NC-1701A gleich mal als Appetithappen für die Fans. Dann: Ein cleanes, futuristisches Setting, keine Konflikte unter der Crew, eine Bedrohung von außen, die aber im Grunde auch nicht böse ist und eine Lösung in Kooperation, mit Intellekt und Opferbereitschaft für das große Ganze – das war noch einmal Gene Roddenberrys große Vision. Leider ging der Zug auch damals schon, zwei Jahre nach „Star Wars“, in eine ganz andere Richtung.

 
  • 12: Star Trek: Nemesis
    Picard ist so ein unfassbarer Teufelskerl, dass nur Picard selbst ihn schlagen kann! Das dachten sich einst auch die Romulaner und klonten Picard kurzerhand. Nun die Sache verlief sich ein wenig und geriet in Vergessenheit, so ist das halt bei diesen Behörden. Dann aber tritt jener Klon, jetzt als Shinzon firmierend, mit den hässlichen Brüdern der Romulanern, den Remanern, auf den Plan. Er putscht (und killt) den Senat weg, und ist unmittelbar davor, einen Krieg im Alpha- und Beta-Quadranten vom Zaun zu brechen. Tom Hardy als junger Shinzon und Ron Perlman als seine rechte Hand sind kolossale Besetzungen. Leider können sie den Film nicht retten, der schlicht in zu viele Konfrontationen zerfasert.


 

>> Nur für echte Hardcore-"Star Trek"-Fans geeignet

  • 13: Star Trek V: Am Rande des Universums
    Die Trekker sind sich einig: Der Film ist Tribble-Mist! Mit fast 30 Millionen Dollar für damalige Verhältnisse nicht billig, brachte er nur drei Dinge ein: Die Goldene Himbeere als Schlechtester Film des Jahres, die Goldene Himbeere für William Shatner als Regisseur und die Goldene Himbeere für William Shatner als Schauspieler.

    Zur Ehrenrettung sei gesagt, dass das unterirdische Finale komplett anders geplant war und vom Studio aus Kostengründen torpediert wurde. Und man muss den Streifen trotzdem gesehen haben. Schließlich ist es „Star Trek“!



Über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten und natürlich gibt es immer Gründe für eine andere Einordnung. Deswegen hier für die Fans noch zwei Sortierungen, die rein auf Fakten basieren. 
 

>> Chronologisch nach Erscheinungsjahr

In dieser Reihenfolge kamen die Filme ins Kino.
  • Star Trek: Der Film (1979)
  • Star Trek II: Zorn des Khans (1982)
  • Star Trek III: Auf der Suche nach Mr. Spock (1984)
  • Star Trek IV: Zurück in die Gegenwart (1986)
  • Star Trek V: Am Rande des Universums (1989)
  • Star Trek VI: Das unentdeckte Land (1991)
  • Star Trek: Treffen der Generationen (1994)
  • Star Trek: Der erste Kontakt (1996)
  • Star Trek: Der Aufstand (1998)
  • Star Trek: Nemesis (2002)
  • Star Trek (2009)
  • Star Trek Into Darkness (2013)
  • Star Trek Beyond (2016)
 

>> Nach der Haupthandlung der Filme in Sternzeit

Diese Reihenfolge wäre in der Reihenfolge der erzählten Handlung. Wir unterscheiden dabei nicht nach kanonischer und Kelvin-Zeitlinie.
  • Star Trek IV: Zurück in die Gegenwart - Zeit der Handlung: 1986
  • Star Trek: Der erste Kontakt - Zeit der Handlung: 2063
  • Star Trek - Zeit der Handlung: 2233 und 2258
  • Star Trek Into Darkness - Zeit der Handlung: 2259
  • Star Trek Beyond - Zeit der Handlung: 2263
  • Star Trek: Der Film - Zeit der Handlung: 2273
  • Star Trek II: Der Zorn des Khans - Zeit der Handlung: 2285
  • Star Trek III: Auf der Suche nach Mr. Spock - Zeit der Handlung: 2285
  • Star Trek V: Am Rande des Universums - Zeit der Handlung: 2287
  • Star Trek VI: Das unentdeckte Land - Zeit der Handlung: 2293
  • Star Trek: Treffen der Generationen - Zeit der Handlung: 2371
  • Star Trek: Der Aufstand - Zeit der Handlung: 2375
  • Star Trek: Nemesis - Zeit der Handlung: 2379