Französische Komödie, in dem ein mittelloser Architekt durch Zufall im Körper des Babys eines Bauunternehmers wiedergeboren wird.

Kinostart: nicht bekannt

Thierry Lhermitte

Thierry Lhermitte
als Vincent Porel

Leonor Watling

Leonor Watling
als Carmen

Ophélie Winter

Ophélie Winter
als Chryst

François Levantal
als Freddy

Michel Muller
als Simon Variot

Maria Pacôme
als Schwiegermutter

Clémentine Célarié
als B

Lise Lamétrie
als Genevi

Tsilla Chelton
als Frau in der B

Carlos Miranda
als Polizist

Jean-Louis Richard
als Dr. Drey

Colette Casside
als Alte Dame

Jean-Marie Winling
als Dr. Edouard

Matthias Khache
als S

Catherine Hosmalin

Natalia Dontcheva
als Tagesmutter

Jorge Gago
als Junior

Gabriel Ignacio
als Arzt

Emmanuel Vieilly
als Kommissar Novert

Espérance Pham Thai Lan

Die Handlung von Der kleine Scheißer

Simon Variot (Michel Muller) ist mit den Nerven am Ende: Nicht genug, dass ihn seine Freundin betrügt und er keine Arbeit findet, jetzt stiehlt ihm auch noch der Bauunternehmer Poirel (Thierry Lhermitte), frisch verlobter Glückspilz vom Scheitel bis zur Sohle, seine Idee für einen revolutionären Stadionneubau. Als ihm Variot die Meinung geigen will, schlägt das Schicksal ein letztes Mal mit erlesener Tücke zu und katapultiert den frisch Getöteten in die quengelnde Hülle von Poirels Erstgeborenem. Nun nimmt eiskalte Rache auf Säuglingsbeinen ihren Lauf.

Hollywood hat kein Monopol auf Bodyswitch-Komödien, und diese superschräge Kleinkind-Variante begeisterte im Herkunftsland Frankreich bereits ein Millionenpublikum.

Das Leben von Vincent Poirel könnte kaum besser sein: Er ist erfolgreicher Geschäftsführer eines Bauunternehmens und hat eine wunderschöne Verlobte. Als diese zu allem Glück auch noch schwanger wird, erhält Poirel gleichzeitig einen Auftrag für ein wichtiges Großprojekt. Der geplante Komplex ähnelt verblüffend den Entwürfen, die ein Architekt namens Simon Variot angefertigt haben will, der prompt drauf und dran ist, Poirel zu verklagen. Als Variot jedoch vor Poirels Augen stirbt - und zwar in exakt dem Moment, in dem Poirels Sohn geboren wird - wird Variot im Körper des Babys wiedergeboren.

Vincent Poirel ist ein echter Glückspilz. Er arbeitet erfolgreich als Geschäftsführer eines Bauunternehmens und hat eine hübsche Verlobte. Bald darauf wird diese schwanger und er erhält den Auftrag für ein Großprojekt. Weil aber die Pläne zu diesem Komplex den Entwürfen des Architekten Simon Variot verblüffend ähnlich sehen, will dieser Poirel verklagen. Doch es kommt alles ganz anders. Als der Konkurrent exakt in jenem Moment stirbt, als Poirels Sohn geboren wird, wird Variot im Körper des Babys wiedergeboren.

Kritik zu Der kleine Scheißer

Fast amerikanisch harmlos wirkt Patrick Alessandrins "Der kleine Scheißer", der auf Humor wie bei Serienfilmen à la "Kuck mal, wer da spricht" setzt, nur dass hier ein Erwachsenenhirn im Baby Rachepläne schmiedet. Das ist zwar etwas gewöhnungsbedürftig, aber durch Thierry Lhermitte als Papa des kleinen Ungeheuers doch recht lustig. In Frankreich amüsierte die Komödie jedenfalls weit über eine Mi. Besucher.

So richtig französisch fein mutet diese Komödie mit ihrem simplen Witz und chaotischem Treiben nicht an. Die Story ist leicht zu verstehen: Selfmademan Vincent Porel hat es geschafft - eine blonde Frau, ein schicke Wohnung und ein florierendes Bauunternehmen. Da fehlt nur noch die Vaterschaft und die lässt nicht lange auf sich warten. Leider entpuppt sich der kleine Scheißer nicht nur als unerbittlicher Schreihals, sondern auch (jedenfalls für das Publikum) im Off als Inkarnation von Porels größtem Feind Simon Variot. Der abgebrochene Architekturstudent glaubt, Vorel habe ihm die Idee zu einem Stadionbau geklaut und stürmt in das Büro des Plagiaten, der aber von nichts weiß und den völlig Durchgedrehten wenige Minuten später mit dem Auto überfährt. Bald macht der im Babykörper wiedergeborene Feind mobil.

Der Angriff auf den stolzen Erzeuger und die Zuschauer-Lachmuskeln trifft ins Ziel, auch wenn letztere nur bedingt in Anspruch genommen werden. Da tummeln sich die böse Schwiegermutter als Karikatur, das faule Luxusweibchen, die Ex-Freundin des Verschiedenen und ihr geldgieriger Freund, das nicht gerade aufgeweckte Dienstmädchen - sie alle erleben ihr persönliches Waterloo. Mittendrin Thierry Lhermitte, der sich vom Karriere-Mann zum liebenden Vater wandelt und das böse Balg betüttelt, während dieses ihn vollkotzt und vollscheißt und obendrein sich ständig umbringen will, nur um ihn in den Wahnsinn zu treiben. Bis sich am Ende alles zur Zufriedenheit löst, sich das Söhnchen friedlich in die Arme des rehabilitierten Abkupferers kuschelt, wird das typische Bild vom süßen kleinen und ach so unschuldigen Baby kräftig relativiert. In seiner Bösartigkeit ist "Der kleine Scheißer" kaum zu übertreffen. mk.

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Info

Plakat des Films: Der kleine Scheißer
  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: nicht bekannt

Frankreich/Spanien 2003

Länge: 1 h 29 min

Genre: Komödie

Originaltitel: Mauvais esprit

Regie: Patrick Alessandrin

Drehbuch: Laurent Chouchan

Musik: Loïc Dury, Christophe Minck

Produktion: Farid Lahouassa, Aïssa Djabri, Manuel Munz

Kostüme: Brigitte Nierhaus, Vicente Ruiz

Kamera: Javier Aguirresarobe

Schnitt: Yseult Huret, Yann Malcor

Ausstattung: Catherine Jarrier-Prieur