Drama um den Jahre andauernden juristischen Kampf von Maria Altmann, ein von den Nazis konfisziertes Klimt-Gemälde ihrer jüdischen Familie zurückzubekommen.

Kinostart: 04.06.2015

Szenenbild aus Die Frau in Gold mit Ryan ReynoldsRyan Reynolds

Ryan Reynolds
als Randol Schoenberg

Helen Mirren

Helen Mirren
als Maria Altmann

Daniel Brühl

Daniel Brühl
als Hubertus Czernin

Tatiana Maslany
als Maria Altmann, jung

Katie Holmes
als Pam Schoenberg

Antje Traue
als Adele Bloch-Bauer

Max Irons
als Fritz Altmann

Charles Dance
als Sherman

Elizabeth McGovern
als Richterin Florence Cooper

Jonathan Pryce
als Oberster Bundesrichter Rehnquist

Frances Fisher
als Barbara Schoenberg

Tom Schilling
als Heinrich

Handlung

Nach den Gräueln des NS-Terrors, dem viele Mitglieder ihrer jüdischen Familie zum Opfer fielen, wollte Maria Altmann nie mehr in ihre österreichische Heimat zurück. Doch Ende der Neunzigerjahre macht sich die Dame von Los Angeles auf den Weg nach Wien. Dort, im Schloss Belvedere, hängt ein Werk, das einst ihrer Familie gehörte - die "Goldene Adele", Gustav Klimts Jugendstil-Porträt der Salondame Adele Bloch-Bauer, einer Tante Marias. 1938 konfiszierten die Nationalsozialisten das Gemälde, nun fordert sie es zurück.

Kritik

Simon Curtis hat den wohl berühmtesten Raubkunstfall der Geschichte als Hollywood-Drama aufgearbeitet - mit Helen Mirren als streitbarer Klimt-Erbin.

"Ich geh' nicht wieder dahin zurück. Die haben meine Familie zerrissen und meine Freunde umgebracht. " Die brillante Helen Mirren spielt die aus Wien in die Vereinigten Staaten geflohene Jüdin Maria Altmann, Erbin der Familie Bloch-Bauer, aus deren Besitz das berühmte Jugendstil-Porträt der Salondame Adele Bloch-Bauer stammt. Gustav Klimts "Goldene Adele" hat es nun als "Die Frau in Gold" sogar auf die Leinwand geschafft, als klug kalkulierte, auf ein US-Publikum zugeschnittene Hollywood-Produktion unter der Regie des Briten Simon Curtis ("My Week with Marilyn").

Der wohl spektakulärste Restitutionsfall von NS-Raubkunst in Österreich wird hier aufgerollt. 1938 konfiszierten die Nationalsozialisten das Gemälde, das nach dem Krieg als "österreichische Mona Lisa" berühmt wurde, ins Eigentum der Alpenrepublik überging und im Schloss Belvedere zu bewundern war. Nach authentischen Ereignissen beschreibt das Drama die emotionalen Höhen und Tiefen des acht Jahre dauernden Kampfes um insgesamt sechs Gemälde Klimts, den Maria und ihr Anwalt Randy Schoenberg (Ryan Reynolds), ein Enkel des Komponisten Arnold Schönberg, bis hin zum Obersten Gerichtshof der USA ausfechten- und schließlich gewinnen.

Österreich kommt dabei nicht sonderlich gut weg - das hat seit dem Fall des UN-Generalsekretärs und Bundespräsidenten Kurt Waldheim, über den wegen seiner SA-Vergangenheit 1987 sogar ein Einreiseverbot in die USA verhängt wurde, eine gewisse Tradition -, als besonders uneinsichtige Person wird wohl ganz zu Recht die damalige Kulturministerin Elisabeth Gehrer (Olivia Silhavy) gezeichnet. Aber es gibt auch "gute" Österreicher wie zum Beispiel den ehemaligen "profil"-Herausgeber Hubertus Czernin (Daniel Brühl), der sich in Sachen Wiener Vetternwirtschaft auskennt und die alte Dame klug unterstützt. Schwarzweißzeichnung kann man hier erkennen, dies ist aber der Dramaturgie geschuldet und ändert nichts an den Fakten des brisanten Falls.

Ärgerlicher - und unverständlich - ist da schon, dass fast alle österreichischen Rollen nur mit Deutschen besetzt wurden, so spielt Tom Schilling einen SS-Mann und Moritz Bleibtreu den verwegen "frisierten", rauschbärtigen Malerfürsten Klimt, was in Sachen Akzent zu manchem Misston führt. Bei der Ausstattung und Sets hat man aus dem Vollen geschöpft, besonders schön anzusehen sind die Rückblenden in die mondäne Donaumetropole der Dreißigerjahre, die Kameramann Ross Emery in wunderbaren Sepiatönen einfängt. Zum edlen Look passt auch das namhafte Ensemble, zu dem, angeführt von der differenziert agierenden Oscar-Preisträgerin Mirren, unter anderem Katie Holmes, Charles Dance, Elizabeth McGovern und Jonathan Pryce gehören. geh.

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Info

Plakat des Films: Die Frau in Gold
  • FSK ab 6 freigegeben

FSK: ab 6

Kinostart: 04.06.2015

USA/Großbritannien 2014

Länge: 1 h 50 min

Genre: Drama

Originaltitel: Woman in Gold

Regie: Simon Curtis

Drehbuch: Alexi Kaye Campbell

Musik: Hans Zimmer, Martin Phipps

Produktion: David M. Thompson, Kris Thykier

Kostüme: Beatrix Aruna Pasztor

Kamera: Ross Emery

Schnitt: Peter Lambert

Website: http://www.diefrauingold.de

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