Im achten Kapitel des Action-Franchise sieht sich die Familie unvermittelt mit Vin Diesel als Gegenspieler konfrontiert.

Kinostart: 12.04.2017

Die Handlung von Fast & Furious 8

Nicht einmal die Liebe zu Letty kann verhindern, dass Dom sich von der attraktiven Cipher verführen lässt, die ihn für ihre schmutzigen Geschäfte einspannen will. Alarmiert findet sich die Familie zusammen, die sich mit ihrem bisherigen Anführer als übermächtigen Feind konfrontiert sieht und deshalb auch bereit ist, gemeinsame Sache mit Männern zu machen, die sie gerade noch bekämpft hat. Cipher arbeitet einstweilen zielstrebig daran, ihren wahnwitzigen Plan in die Tat umzusetzen und die Welt im Chaos versinken zu lassen.

Kritik zu Fast & Furious 8

Im achten Teil des Turbo-Action-Franchise sehen sich die Helden mit einem übermächtigen neuen Gegner konfrontiert: ihrem Anführer.

Man braucht keine fünf Minuten, um zu wissen, dass man sich auf der sicheren Seite befindet auch beim achten Teil der "Fast & Furious"-Reihe, die in Deutschland einfach weiter stoisch mit Nummern versehen wird, während man sich im Original für den prosaischeren Titel "The Fate of the Furious" entschieden hat. Beides macht Sinn. Die Nummerierung legt nahe, dass bestenfalls minimal an den Stellschrauben des Erfolgsrezepts der Vorgänger gedreht wurde: Seitdem furiosen Reboot des Franchise um den vierten Teil herum, als Vin Diesel als Held der Reihe zurückkehrte und aus der einstigen Streetrace-Outlaw-Property ein fast furioser Bond-Boliden-Mix wurde, weiß man, was die Fangemeinde will. Und die Masterminds wissen, dass die Reihe nichts wert ist, wenn man der Fangemeinde nicht gibt, was sie will. Also werden seither Plotmöglichkeiten ausgelotet, wie man Dominic Toretto und seine multi-ethnische Family aus Spießgesellen und taffen Girls Schachfiguren gleich neu anordnet, um es ordentlich krachen lassen und aberwitzig überdrehte Action-Setpieces ausloten zu können, die den Gesetzen der Behörden ebenso schallend ins Gesicht lachen wie den Gesetzen der Logik und Schwerkraft. Solange es am Ende der Familie zugute kommt, ist alles gut. Und je mehr Brumm und Wumm, desto besser.

Das Wortspiel des Originaltitels wiederum verweist darauf, dass bei allem Bedürfnis um Erhaltung des Serien-Status-Quos ein gewisses Maß an Erneuerung gut tut. Also wagt man sich nach dem emotionalen Abschied von dem während der Dreharbeiten verstorbenen Paul Walker im letzten Teil nun mit "Straight Outta Compton"-Regisseur F. Gary Gray, erfahren in PS-starker Action dank seines Remakes von "The Italian Job", der in gewisser Weise als Blaupause für die aktuelle Stufe der "Fast & Furious"-Filme zu sehen ist, an eine weitere Neukalibrierung, mehr ein Reshake als ein Reboot, mit dem man die Figuren clever für eine neue Trilogie innerhalb der Familiensaga der Vollgasritter neu anlegt: Der Beste unter den Guten ist auf einmal der Böse, die Guten müssen mit den bisherigen Bösen gemeinsame Sache machen, und Charlize Theron orchestriert das neu angeordnete Fresko als Böseste von allen. Neue Darsteller wie Scott Eastwood oder Helen Mirren werden mühelos in die bestehende Hackordnung integriert, bekannte Figuren offenbaren ungeahnte Seiten. Wenn sich Dominic Toretto nach einem der Reihe würdigen Intro in Kuba von einem Moment auf den anderen auf die andere Seite schlägt, hat das gute Gründe, die hier natürlich nicht verraten werden, aber auf einleuchtende Weise das alles überragende Thema Familie aufgreifen.

Was dazu führt, dass "Fast & Furious 8" seine Handlung auf zwei Ebenen aufziehen kann. Toretto als Rädelsführer eines unerhörten Coups auf der einen Seite, seine Crew holt sich auf der anderen Seite zur Verstärkung Typen an Bord, die man letzthin noch mit Haut und Haar bekämpft hat. Um schließlich im ewigen Eis der Barentssee in einer Art Film im Film die Fäden wieder zusammen zu führen. Gray sorgt als erfahrener Regisseur für Erdung, aber steht nicht im Weg, wenn es in New York Autos vom Himmel regnet oder Dwayne Johnson mit bloßen Händen einem Torpedo eine neue Richtung verleihen darf. Alles ist erlaubt, solange es den Fans gefällt. Es ist nun mal "Fast & Furious". Und mit dem Erfolgsrezept legt man sich besser ebenso wenig an wie mit Dominic Torettos Familie. ts.

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Info

Plakat des Films: Fast & Furious 8
  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 12.04.2017

USA 2017

Länge: 2 h 16 min

Genre: Action

Originaltitel: The Fate of the Furious

Regie: F. Gary Gray

Drehbuch: Chris Morgan, Gary Scott Thompson

Musik: Brian Tyler

Produktion: Neal H. Moritz, Chris Morgan, Michael Fottrell

Kamera: Stephen F. Windon

Schnitt: Christian Wagner, Paul Rubell

Ausstattung: Bill Brzeski

Website: http://www.fastfurious8.de

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