Thrillerdrama um eine Ehefrau, die ihren Mann des Mordes an seiner Geliebten verdächtigt.

Kinostart: nicht bekannt

Veronica Ferres

Veronica Ferres
als Minette Frei

Ulrich Noethen

Ulrich Noethen
als Paul Frei

Esther Zimmering

Esther Zimmering
als Nora Novak

Mehdi Nebbou
als Arie van Doorn

Ulrike Kriener
als Vera D

Stephan Bissmeier
als Axel Frank

Nikolas Beyer
als Malte Frei

Ulrike Arnold
als Bille Frank

Fabienne Hoese
als Helen Frei

Michael Brandner
als Anwalt

Tim Seyfi

Kritik zu Mein Mann, ein Mörder

Klassischer Thriller mit Überraschungseffekt: Veronica Ferres und Ulrich Noethen ergänzen sich in diesem sehenswerten Katz-und-Maus-Spiel vortrefflich.

Im Gegensatz zum Arbeitstitel ("Das Herz ist eine leichte Beute"), der eine romantische Komödie vermuten ließ, kommt "Mein Mann, ein Mörder" der Sache schon näher, trifft den Kern dieses raffiniert konzipierten Dramas jedoch ebenfalls nur ungenau. Im Grunde ist das Etikett ohnehin völlig nebensächlich, weil Lancelot von Naso nach "Waffenstillstand" und "Die Braut im Schnee" erneut ein bemerkenswerter Film gelungen ist. Wie die Arbeiten zuvor besticht auch dieser atmosphärisch vielschichtige Ehekrimi durch herausragende darstellerische Leistungen. Vom sorgfältigen Entwurf der Hauptfiguren profitiert vor allem Ulrich Noethen, dessen Rolle angenehm kontrastreich ist: Paul Frei bringt Führungskräften bei, wie sie unter Druck stark sein können, eine Eigenschaft, die er selbst auch ganz gut brauchen könnte, denn jeder Widerstand erlahmt, sobald seine Geliebte (Esther Zimmering) die sprichwörtlichen Waffen einer Frau einsetzt. Nora Novak heißt sie, ein Name wie ein Pseudonym, das nicht ohne Grund Assoziationen an die großen Klassiker des Spannungskinos weckt: Die Dame ist ein Luder, das ein ziemlich böses Spiel mit seinem Opfer treibt. Natürlich ist Paul verheiratet, doch das Verhängnis dieser Affäre nimmt einen ganz anderen Verlauf, als man es aus vielen anderen Filmen dieser Art kennt: Von einer Liebesreise nach Prag kehrt er allein zurück, angeblich hat er Schluss gemacht, und zwar endgültig, wie Noras mehrfach als Zwischenschnitt eingefügter Sturz aus dem Fenster nahe legt. Kurz drauf taucht Noras Ex-Freund (Mehdi Nebbou) mit Beweisen für ihren Tod auf und verlangt viel Geld für sein Schweigen.

Von Naso erzählt die Geschichte längst nicht geradlinig, auch wenn sich die Handlung fein säuberlich in drei Akte aufteilen lässt. Großen Anteil an der optischen Qualität des Films (Kamera: Felix Cramer) haben die vielen Außenaufnahmen etwa auf dem Münchener Hauptbahnhof oder im Zoo, ganz zu schweigen von einer wichtigen Szene in der Oper. Äußerst gelungen ist auch eine Zugsequenz, als Minette den vermeintlich in Frankfurt weilenden Gatten kurzerhand bis in den Speisewagen nach Prag verfolgt. Den größten Reiz macht jedoch das Katz-und-Maus-Spiel des Ehepaars aus, zumal es die Rollen mehrfach tauscht. Ein stiller Thriller, großartig gespielt und inszeniert, der am Schluss, wie es sich für das Genre gehört, noch einen Überraschungseffekt zu bieten hat. tpg.

Wertung Questions?

FilmRanking: 11991 >99

Filmwertung

Redaktion
-
User
-
Deine Wertung

Action

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Humor

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Gefühl

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Spannung

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Anspruch

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Info

Plakat des Films: Mein Mann, ein Mörder

Kinostart: nicht bekannt

Deutschland 2013

Genre: Thriller

Originaltitel: Mein Mann, ein Mörder

Regie: Lancelot Naso

Drehbuch: Lancelot Naso, Kai-Uwe Hasenheit

Musik: Oliver Thiede

Produktion: Hubertus Meyer-Burckhardt, Uwe Urbas

Kostüme: Esther Walz

Kamera: Felix Cramer

Schnitt: Andreas Radtke

Ausstattung: Oliver Hoese