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Ein Porträt einer starken Frau, die noch bis zuletzt gegen die Demenz gekämpft hat.

Kinostart: 14.04.2011

Die Handlung von Müllerstochter, Königin... - Porträt der Schauspielerin Doris Kirchner

Doris Kirchner, eine österreichische Schauspielerin, war so lange sie lebte, eine Kämpferin. Ihr Leben galt vor allem der Schauspielkunst, sie war auf Kinoleinwänden und im Fernsehen zu sehen, sie leitete eine Schauspielschule und dirigierte sogar zuletzt ein Theaterstück im Senioren- und Pflegeheim, in dem sie nach ihrem Schlaganfall und der dadurch ausgelösten Demenz ihre letzten Lebensjahre verbrachte.

Und von dieser Zeit im Seniorenheim zeugt der Dokumentarfilm "Müllerstochter, Königin... - Porträt der Schauspielerin Doris Kirchner". Unkommentiert und mit einem würdevollen Abstand zu den anderen Bewohnern des Hauses, verfolgt das Kamerateam den Tag der fast 80-jährigen ehemaligen Schauspielerin.

Sie hat ihren Kampfgeist noch lange nicht verloren und so sieht der Zuschauer in dem altgewordenen Gesicht eine muntere, starke Frau, die immer noch zu Scherzen aufgelegt ist und mit dem jungen Pfleger flirtet.

Sie ist diejenige, die im Speisesaal für Ruhe sorgt, während sich der Rest über eine inbrünstig singende Dame aufregt. Und sie ist diejenige, die das Regiezepter schwingt als Pfleger und Bewohner gemeinsam das Stück "Rumpelstilzchen" proben.

Neben diesem kleinen Einblick in den neuen Alltag von Doris, schauen die Filmemacher aber auch genau auf die Reaktionen der Menschen, die Doris Kirchner kennen und stellen sich die Frage, wie sie mit der Veränderung dieser Dame zurechtkommen. Zu diesen Menschen gehören unter anderem ein ehemaliger Schüler sowie die Tochter von Frau Kirchner.

Müllerstochter, Königin... - Porträt der Schauspielerin Doris Kirchner - Ausführliche Kritik

Eigentlich wollten die Filmemacher Kirsten Poggendorff und Michael Wolfram ihren ersten Film "Müllerstochter, Königin... - Porträt der Schauspielerin Doris Kirchner" über Doris Kirchner schon drehen, bevor sie an Demenz erkrankte und damit zeigen, was für eine eigenständige und eigenwillige Persönlichkeit sie doch ist.

Gerade diese Persönlichkeit kommt aber genau in dieser Zeit nach ihrem Schlaganfall besonders zur Geltung. Während andere die Hoffnung schon längst verloren haben, hat Doris Kirchner sich und ihr Selbst noch lange nicht aufgegeben, sie ist immer noch die starke und selbstbewusste Frau von früher, auch wenn sie nun ein paar mehr Fältchen und ein paar mehr graue Haare hat.

"Müllerstochter, Königin... - Porträt der Schauspielerin Doris Kirchner" ist ein unaufgeregter Dokumentarfilm, der angenehm wohltuend ist, einen kleinen Blick in die immer kleiner werdende Welt der an Demenz erkrankten Menschen gewährt und Doris Kirchners unbändigen Lebenswillen zeigt.

Nur vier Jahre nach dem Dreh ist Doris Kirchner ganz im Stillen und ohne das Wissen der Öffentlichkeit von uns gegangen, somit ist "Müllerstochter, Königin... - Porträt der Schauspielerin Doris Kirchner" das letzte Zeugnis einer großen Frau mit einem bewegten Leben.

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Info

Plakat des Films: Müllerstochter, Königin... - Porträt der Schauspielerin Doris Kirchner

Kinostart: 14.04.2011

Genre: Doku