Emotional aufwühlende Auseinandersetzung mit der Gewalt der RAF durch die Tochter eines zufälligen Opfers.

Kinostart: 25.06.2009

Franziska Petri

Franziska Petri
als Valerie Matos

Ulrich Noethen

Ulrich Noethen
als Bernd Widmer

Tatja Seibt

Tatja Seibt
als Ellen Weber

Uwe Kockisch
als Decker

Eva Mattes
als Marita Gellert

Christoph Bach
als Samy

Mehdi Nebbou
als Talat

Rino Zepf
als Robbi

Die Handlung von Schattenwelt

Nach 20 Jahren hat der Terrorist Widmer (Ulrich Noethen) seine Strafe abgesessen und kommt frei. Dem führenden Mitglied der RAF wurde der Mord an einem Bankpräsidenten und einem zufällig anwesenden Zeugen nachgewiesen, doch die Aussage der Kronzeugin weckte erhebliche Zweifel. In Freiheit begegnet Widmer nun Valerie (Franziska Petri), seiner Nachbarin. Die vom Leben gebeutelte junge Frau stellt sich als Tochter seines Opfers heraus und verlangt Aufklärung.

Connie Walther

Bei einem Entführungsversuch der RAF kommt ein unbeteiligter Gärtner ums Leben. Wer ihn erschoss, wurde nie geklärt. Als einer der damals Verhafteten nach 22 Jahren aus dem Knast kommt, reißt das alte Wunden bei Valerie auf, die den Tod ihres Vaters mit ansehen musste. Sie verdächtigt den neuen Nachbarn, verfolgt ihn, seine Ex und deren 30-jährigen Sohn. Sie will unbedingt wissen, wer damals die tödlichen Schüsse abgegeben hat, lässt nicht locker und verliert nach und nach die Kontrolle über sich.

Bei einem Entführungsversuch der RAF kommt ein unbeteiligter Gärtner ums Leben. Wer ihn erschoss, wurde nie geklärt. Als einer der damals Verhafteten nach 22 Jahren aus dem Knast kommt, reißt das alte Wunden bei Valerie auf, die den Tod ihres Vaters mit ansehen musste. Sie verdächtigt den neuen Nachbarn, verfolgt ihn, seine Ex und deren 30-jährigen Sohn. Sie will unbedingt wissen, wer damals die tödlichen Schüsse abgegeben hat, lässt nicht locker und verliert nach und nach die Kontrolle über sich.

Kritik zu Schattenwelt

Emotional aufwühlende Auseinandersetzung mit der Gewalt der RAF durch die Tochter eines zufälligen Opfers.

Nach "Zwölf heißt, ich liebe dich" über die unglaubliche Liebesgeschichte zwischen einem Stasi-Offizier und seinem Opfer, nimmt sich Connie Walther das Thema RAF vor, nicht die Innenansicht der in Terror Verstrickten, sondern die Innenwelt der Tochter eines bei der missglückten Entführung eines Bankpräsidenten erschossenen Gärtners, eines "Kollateralschadens". Wer der Täter in dem fiktiven Fall war, Volker Widmer, ein führendes RAF-Mitglied der "zweiten Generation" oder seine damalige Lebensgefährtin Marita, wurde nie geklärt. Die Entlassung Widmers nach 22 Jahren Knast reißt alte Wunden bei der jungen Valerie auf, die den Tod ihres Vaters mit ansehen musste. Sie verfolgt ihren neuen Nachbarn, der nur Anonymität will, dringt in sein Leben und das seiner Ex (Eva Mattes) ein und zieht deren jetzt 30-jährigen Sohn in den Strudel unvorhergesehener Ereignisse. Sie will wissen, wer damals die tödlichen Schüsse abgegeben hat, lässt nicht locker und verliert nach und nach die Kontrolle über sich, fordert Rache für eine kaputte Kindheit, für Beziehungsunfähigkeit, für eine Biografie des Leids. Auch sie schießt und trifft einen Unschuldigen.

Alle Beteiligten, Täter wie Opfer, haben Schaden genommen an der Seele, können ihre Traumata nicht bewältigen und die Vergangenheit nicht abschütteln, die sich in ihr Gedächtnis gebrannt hat und ihre Existenz prägt. Niemand kann die Tat ungeschehen machen, niemand dem Schicksal entgehen. In dieser "Schattenwelt" gibt es keine Erlösung. Die Geschichte über die Fortsetzung von Gewalt über Generationen hinweg und was sie mit den Menschen macht, rekonstruiert nicht wie "Der Baader-Meinhof Komplex" Ereignisse, sondern spielt im Heute, zeigt die Nachwirkungen des Terrors und wirft Fragen auf nach Schuld, Vergebung und Vergessen, konzentriert sich primär auf die Perspektive der Opfer auf beiden Seiten, in der Familie des Ermordeten und der Täter. Manchmal erreichen die dramatischen inneren und äußeren Kämpfe einen quälenden Höhepunkt, Franziska Petri und Ulrich Noethen sind überragend in dieser politischen Reflexion, die in ihrem fast wie schwarz-weiß wirkenden entsättigten Farben nicht unbedingt auf ein großes Publikum zielt. Dass Ex-RAF-Mitglied Peter-Jürgen Boock als Autor am Projekt beteiligt war, hat dem Drama sicherlich zu einem Stück Authentizität verholfen. mk.

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Info

Plakat des Films: Schattenwelt
  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 25.06.2009

Deutschland 2008

Länge: 1 h 33 min

Genre: Thriller

Originaltitel: Schattenwelt

Regie: Connie Walther

Drehbuch: Connie Walther, Uli Herrmann, Peter-Jürgen Boock

Musik: Rainer Oleak

Produktion: Connie Walther, Clementina Hegewisch, Michael Jungfleisch

Kostüme: Juliane Friedrich

Kamera: Birgit Gudjonsdóttir

Schnitt: Karen Lönneker

Ausstattung: Agi Dawaachu

Website: http://www.schattenwelt-der-film.de