Knallharte Action im Stil der Achtzigerjahre über eine Gruppe von Söldnern, die den Auftrag erhält, einen von der CIA geschützten Diktator in Südamerika um die Ecke zu bringen.

Kinostart: 26.08.2010

Szenenbild aus The Expendables mit Sylvester StalloneSylvester Stallone

Sylvester Stallone
als Barney Ross

Jason Statham

Jason Statham
als Lee Christmas

Jet Li

Jet Li
als Bao

Terry Crews
als Hale Caesar

Dolph Lundgren
als Gunnar Jensen

David Zayas
als General Garza

Giselle Itie
als Sandra

Eric Roberts
als Monroe

Steve Austin
als Dan Paine

Randy Couture
als Toll Road

Mickey Rourke
als Tool

Charisma Carpenter
als Lacy

Arnold Schwarzenegger

Danny Trejo

Handlung

The Expendables nennt sich ein Trupp bestens ausgebildeter Söldner, der von dem mit allen Wassern gewaschenen Barney Ross befehligt wird. Von dem undurchsichtigen Church, der den Mord an seinem Sohn rächen lassen will, erhalten sie den Auftrag, den Diktator Garza in seiner Bananenrepublik zu töten und den alten, demokratisch gewählten Präsidenten wieder zu installieren. Schnell stellen Ross und Co. fest, dass Garza zum einen von der CIA gedeckt wird, ihr Auftraggeber zum anderen mit falschen Karten spielt. Und dann heftet sich mit dem durchgeknallten Gunnar Jenssen auch noch ein unehrenhaft aus der Gruppe ausgeschiedener Killer an die Fersen der Expendables.

The Expendables nennt sich ein Trupp bestens ausgebildeter Söldner, der von dem mit allen Wassern gewaschenen Barney Ross befehligt wird. Sie erhalten den Auftrag, den Diktator Garza in seiner Bananenrepublik zu töten. Schnell stellen Ross und Co. fest, dass Garza von der CIA gedeckt wird und seine Bürger knechtet und ausbeutet. Und dann heftet sich mit dem durchgeknallten Gunnar Jenssen auch noch ein unehrenhaft aus der Gruppe ausgeschiedener Killer an die Fersen der Expendables, die ihren Auftrag schnell zur Ehrensache machen.

Kritik

Männer, die aufs Siegen beharren: Sylvester Stallone und seine Spießgesellen versorgen den Actionfilm der Achtziger mit der Feuerkraft der Neuzeit.

Sylvester Stallone setzt seine im wahrsten Sinne des Wortes selbstinszenierte Renaissance fort. Nachdem er mit "Rocky Balboa" und "John Rambo" seine beiden ikonischsten Figuren einer Revision unterzog, schultert der 63-Jährige bei der Aufarbeitung der eigenen filmischen Vergangenheit jetzt ein ganzes Genre, oder besser gesagt eine stilistische Spielart eines Genres: den Actionfilm, wie man ihn in den Achtzigerjahren kannte. Der Wahnsinn hat eine Methode, die für den Filmemacher mittlerweile auch Tradition hat.

Wie in seinen beiden vorangegangenen Filmen bedient der Regisseur und Hauptdarsteller an der Oberfläche alle nötigen Konventionen und gibt den Fans damit, was sie sehen wollen: in diesem Fall eine nicht enden wollende Abfolge von Explosionen und Stunts und verächtlich hingeraunzten Einzeilern. Gleichzeitig bricht Stallone jedoch auch mit den fest verankerten Traditionen und nutzt seine Story als Kulisse für Betrachtungen über das Älterwerden. Verschleiß, Müdigkeit, Überdruss und Rückenschmerzen sind in den vereinzelten Feuerpausen, die nicht gerade für Gastauftritte anderer Kämpen von einst genutzt werden, gern angerissene Themen. Dass sie ohne besondere Resonanz bleiben, ohne nennenswerte Tiefe und bleibende Bedeutung, hängt auch damit zusammen, dass keine der Figuren im bunten Reigen der Alphatiere mehr ist als eine Karikatur - was für das Funktionieren des Films auch nicht nötig ist, denn in zahllosen Feuergefechten und Nahkämpfen erprobte Recken wie Jet Li oder Dolph Lundgren (alte Schule) oder Jason Statham (neue Schule) oder die Extremsportikonen "Stone Cold" Steve Austin, Randy Couture oder Terry Crews (Schule des Lebens) bringen genug Statur und persönlichen Ballast mit, um selbst mit der Holzsäge ausgeschnittene Pappkameraden mit schartigem Action-Hero-Leben zu erfüllen.

Ein US-Kritiker versteifte sich bereits auf die süffisante Aussage, bei "Expendables" handele es sich um "Sex and the City" für Männer - und liegt damit nicht unbedingt falsch: Von der ersten Szene an, in der der von Sylvester Stallone angeführte, Titel gebende Söldnertrupp auf seinen aufgemotzten Choppern durchs Bild röhrt, gibt es die Testosteronvolldröhnung: Tattoos, hochtourige Schlitten, Muskeln und ein beispielloses Arsenal an Waffen sorgen für Oberflächenreiz satt, der den geneigten, im Zweifelsfall männlichen Zuschauer auch über die einfache Handlung hinweg trägt. Das Szenario vom Diktator, der von der CIA gestützt und von den Expendables schließlich gestürzt wird, ist in seiner Schlichtheit nicht einmal auf dem Level der legendären und stilprägenden "Delta Force"-Macher Golan und Globus, sondern eher auf dem Niveau von deren Billigepigonen Pepin und Merhi, die unerschrockene Vielseher zu Beginn der Neunzigerjahre direct to video mit zahllosen C-Abenteuern versorgten. Es spielt keine entscheidende Rolle: Die Handlung kann ohnehin nur zusammengeflicktes Stückwerk sein, was nicht zuletzt daran liegt, dass Stallone längst mit der Verfilmung des von ihm überarbeiteten Drehbuchs von Dave Callaham begonnen hatte, als er Zusagen alter Kampfgefährten für Cameoauftritte erhielt, die mit dem Dampfhammer in das Geschehen eingefügt wurden: Mickey Rourke gefällt sich mit einem nach "Iron Man 2" weiteren exzentrischen Auftritt als Auftragsvermittler des dreckigen halben Dutzends, Arnold Schwarzenegger und Bruce Willis willigten ein zum auf eine Szene begrenzten Gipfeltreffen der Actionlegenden, das von Fans gewiss herbeigesehnt und vielleicht auch beklatscht wird, aber doch eher aufgrund müder Witze und ebenso müder Gesichter in Erinnerung bleibt.

Besser sind die Szenen zwischen Stallone und seiner rechten Hand Statham: Wenn sie mit dem Sound von Creedence Clearwater Revival (Merkmal: handgestrickt, hemdsärmelig, volksnah) im Hintergrund herumstänkern wie ein altes Ehepaar, erinnern sie nicht an "Die City-Cobra" oder "Phantom-Kommando", sondern an Lemmon und Matthau nach einem harten Jahr in der Muckibude. Vor allem aber zählt die Action. Und die stimmt in diesem ansonsten etwas ungelenken Film: Ob sich nun Li und Lundgren nach einer ausführlichen Autoverfolgungsjagd im Nahkampf Saures geben, Terry Crews denkwürdig mit der Bazooka aufräumt, als müsste man die legendäre Einer-gegen-Alle-Szene aus "Oldboy" mit allerhand Feuerzauber aufmotzen, oder Stallone sich einen legendären Schlagabtausch mit Wrestling-Urvieh Austin leistet, den er verliert und mit einem trockenen "Der hat mir den Arsch versohlt" kommentiert, um danach einfach alles in die Luft zu sprengen, "Expendables" weiß in den entscheidenden Momenten, wo der Hammer hängt. Darauf kommt es an. ts.

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Info

Kinostart: 26.08.2010

USA 2010

Länge: 1 h 43 min

Genre: Action

Originaltitel: The Expendables

Regie: Sylvester Stallone

Drehbuch: Sylvester Stallone, David Gallaham

Buchvorlage: David Gallaham

Musik: Brian Tyler

Produktion: John Thompson, Avi Lerner, Kevin King

Kostüme: Lizz Wolf

Kamera: Igor Meglic

Schnitt: Ken Blackwell, Paul Harb

Ausstattung: Franco-Giacomo Carbone

Website: http://www.expendables-derfilm.de

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