Der Gott des Donners mal ganz anders: Wie Taika Waititi „Thor: Tag der Entscheidung“ aufziehen würde, hätte wahrscheinlich vorher niemand geahnt!

Kinostart: 02.11.2017

Die Handlung von Thor: Tag der Entscheidung

Loki (Tom Hiddleston) mag zwar nicht sein echter Bruder sein, dafür hat Thor (Chris Hemsworth) jedoch eine abtrünnige Schwester: Hela (Cate Blanchett). Eine Prophezeiung sagt voraus, dass Asgard schon bald Ragnarök bevorsteht und im Zuge dessen fallen wird - ausgerechnet durch die Hand Helas. Denn das Gefängnis, in dem Odin (Anthony Hopkins) seine Erstgeborene einst einsperrte, ist an dessen Lebenskraft gebunden. Nach Odins Alterstod nach einem unfreiwilligen Exil auf der Erde kann Hela daher entkommen und die mächtige Krone des Feuerdämons Surtur für sich beanspruchen.

Im Kampf mit Thor um den Zugang nach Asgard zerstört sie dessen Hammer Mjölnir und katapultiert ihn beim Versuch seiner Flucht über den Bifröst quer durch die Dimensionen. Letztlich wird Thor von Walküre (Tessa Thompson) aufgegriffen und auf dem Planeten Sakaar an den Grandmaster (Jeff Goldblum) verkauft. Zur Belustigung der Massen soll Thor, nun ohne seinen Hammer, gegen den bisherigen Champion des Rings antreten - doch der grüne Gigant, der ihm entgegentritt, kommt Thor überraschend bekannt vor...

Thor: Tag der Entscheidung - Ausführliche Kritik

SO hat man Thor definitiv noch nie gesehen. Mit „Thor: Tag der Entscheidung“ lieferte Regisseur und Drehbuchtalent Taika Waititi den mit Abstand andersartigsten Marvel-Film aller Zeiten ab. Nach zwei eher ernsthaften Solo-Auftritten in „Thor“ und „Thor: The Dark Kingdom“, die lediglich mit dieser typischen Prise Marvel-Humor gewürzt waren, ist der dritte Ausflug des munteren Donnergottes jetzt absurd geniale Comedy durch und durch. Kaum vergeht eine Minute, ohne dass dem Zuschauer ein neuer, bizarrer Gag entgegengeschleudert wird - und selten zuvor hat komödiantisches Timing fern der Comedy so viel Zielwasser getrunken wie hier.

„Thor: Tag der Entscheidung“ funktioniert jedoch nicht nur über den brillanten Humor, den Taika Waititi quasi direkt aus seinen früheren Projekten adaptiert hat, sondern ebenso über die spannende, wendungsreiche Story und den Mut, bestimmte Motive und Figuren neu anzulegen. Dem MCU hat der neue Thor, vor allem aber der neue Hulk enorm gutgetan. Wie wir später lernen sollten, hat Waititi mit seiner Umprogrammierung des Franchises dem gesamten Marvel-Spektakel neue Möglichkeiten eröffnet - vor allem im längst geplanten Zusammenspiel zwischen Thor und den Guardians of the Galaxy.

Szenen, wie Lokis und Thors Fahrstuhlfahrt, die mit brüderlichem Geschwafel und kindlicher Naivität begeistert, oder ein entnervter Hulk, der schmollend einen Basketball durchs Zimmer prellt, um Thor keine Aufmerksamkeit schenken zu müssen, sind bis heute legendär. Getoppt wird das Ganze dann quasi nur noch von Jeff Goldblum, der mit Grandmaster den mit Abstand goldblumigsten Charakter seiner Karriere zum Besten geben darf.

Extras

Ob „Thor 4“ genauso lustig wird wie Teil 3? Mit Taika Waititi und Chris Hemsworth kann das klappen. | © Marvel Studios / Walt Disney

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Info

  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 02.11.2017

Genre:

Originaltitel: Thor: Ragnarok

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